Im ersten Heimauftritt nach dem schmerzlichen Verlust des Vereinsvorsitzenden Markus Keune treffen die SG-Handballer auf den TSV Heiningen (Samstag 20 Uhr).

Schnell war klar, dass die Mannschaft im Nachholspiel trotz des Todesfalls in Herrenberg am vergangenen Mittwoch antreten sollte. Mit einer starken Willensleistung, in der man vielen Widerständen und Ausfällen trotzte, gewann die Eble-Sieben mit 34:35.

Dabei war der Beginn in das Nachholspiel durchweg gelungen. 2:5 führte die SG nach 6 Minuten. Zwar verkürzten die Hausherren zwischenzeitlich, zur Halbzeit führten die Südbadener aber doch wieder mit 17:20. Seit mehr als 15 Jahren waren die Teninger nicht mehr in Herrenberg erfolgreich und der Tabellenletzte gab sich auch nicht auf. Von den Ausfällen der Mittelmänner Sebastian Endres und Dustin Ammel sowie des Rückraumrechten Oliver Bührer sowieso schon geschwächt, knickte zu allem Übel auch noch Pascal Bührer um. Nach knapp 36. Minuten führten die Schwaben erstmals nach dem 1:0 wieder mit 29:28. Die Teninger bewiesen jedoch Moral und gewannen, auch mit Hilfe des taktischen Mittel des siebten Feldspielers, die Partie verdient mit 34:35.

Mit dem Sieg entledigten sich die Teninger einen Spieltag vor Ende der Vorrunde aller möglicher Abstiegssorgen und qualifizierten sich für die Aufstiegsrunde. Hier müssen sich die Gelbschwarzen auf weitere acht hammerharte Partien gefasst machen. Verbessern könnte man die aktuell eher schwierige Ausgangslage durch einen Sieg gegen den TSV Heiningen. Damit hätte man potenziell fünf Pluspunkte (bei sieben Minuspunkten) gegen die Mitqualifikanten gesammelt. Eine Niederlage würde nur drei solcher bedeuten und die sportliche Bedeutung der Aufstiegsrunde für die Gelb-Schwarzen erheblich schmälern.

30:30 trennten sich die beiden Teams zu Beginn der Saison in einer kurzweiligen Partie. Mit acht Treffern tat sich damals vor allen Rückraumshooter Nick Kohnle auf Seiten des TSV hervor. Bis dato konnte er dieses Torekonto auf inzwischen 82 erhöhen und rangiert damit auf Platz fünf der Torschützenliste. Noch treffsicherer in seiner Mannschaft war hingegen Andreas Schaaf mit 116/47 Saisontreffern, welcher damit auf Platz 2 hinter SG-Ausnahmespieler Maurice Bührer rangiert (152/41 Tore). Sollte es den Teningern gelingen, die Kreise dieser beiden einzuengen, ist ein positiver Ausgang im Bereich des Möglichen. Stand jetzt steht der aktuelle Tabellenführer der Vorrundengruppe A ebenfalls bei fünf Punkten in der Aufstiegsrunde. Ein Sieg würde für diese also ein positives Punktekonto bedeuten und die Chancen auf eine mögliche Drittligasaison des TSV drastisch erhöhen. Eine Niederlage dieser einen herben Dämpfer versetzen.

Nicht rechnen kann Trainer Jonas Eble auch weiterhin mit Ammel, Sebastian Endres und Oliver Bührer. Bei wieviel Prozent Pascal Bührer steht, wird sich im Laufe der Trainingswoche zeigen.

Anpfiff des Spitzenspiels Erster gegen Vierter ist zu gewohnter Zeit um 20.00 Uhr in der Teninger Ludwig-Jahn-Halle.

Geplant ist ein Gedenk-Akt zu Ehren des langjährigen Vereinsvorsitzenden Markus Keune im Vorfeld der Begegnung.

Um 17.30 findet das Landesliga-Derby der Herren 2 gegen den TuS Oberhausen statt.
Die „Amateure“ freuen sich ebenfalls auf zahlreiche Unterstützung!

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